Durch Überlagerung zweier Bilder kann ein weicherer Bildeindruck erzeugt werden. In Zeiten analoger Fotografie waren hierzu zwei Aufnahmen des selben Motivs mit unterschiedlicher Belichtung und Schärfe erforderlich. Bei der digitalen Bearbeitung kann ein einzelnes Bild als Ausgangsmaterial verwendet werden, da Helligkeit und Unschärfe per Software erzeugt werden können. Hier wird die Erzeugung des sogenannten Orton-Effektes mit der Bildbearbeitungssoftware GIMP in wenigen einfachen Schritten erklärt.

Beispiel: (links original, rechts mit Orton-Effekt)

Der Effekt kann mit den folgenden Schritten erzeugt werden:

  • Bild in Gimp laden
  • Zwei Kopien der Originalebene erstellen
  • In der oberen Ebene (Bildname-Kopie #1) den Modus auf ‚Bildschirm‘
    einstellen. Es entsteht dadurch eine ‚überbelichtete‘ Ebene.
  • Diese Ebene mit der darunterliegenden vereinen.
    (Ebenenfenster: Kontextmenü -> nach unten vereinen)
  • In dieser Ebene (Bildname-Kopie) den Gaußschen Weichzeichner
    aufrufen. (Hauptmenü: Filter->Weichzeichner->Gaußscher
    Weichzeichner)
  • Bildmodus auf ‚Multiplikation‘ einstellen.
  • In der Ebene (Bildname-Kopie) dann die Deckkraft nach Belieben einstellen (ca. 70 – 90 %)
  • Ebenen vereinen (Kontextmenü -> Bild zusammenfügen).

Fertig. Eine ‚weichgespülte‘ Variante des Originalbildes ist entstanden.

Diese Kurzanleitung ist nur ein ‚Grundrezept‘. Es können natürlich nach Belieben Variationen vorgenommen werden um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.